Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserem Bestreben, die im April diesen Jahres abgesagte Jahrestagung der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte in abgeänderter Form nachzuholen, hatten wir leider keinen Erfolg. Unter Beachtung umfangreicher wie aufwendiger Hygieneregeln und dem Einsatz aller zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten sind durch die Planungsgruppe verschiedenste Konzepte und Ideen geprüft und deren Umsetzung in Angriff genommen worden. Allerdings lassen die Entwicklungen der Corona-Pandemie unsere Bemühungen wiederholt ins Leere laufen.

Hierbei sind in erster Linie der verschärfte Lockdown, der Dienstreisen nicht zulässt, sowie technische Probleme bei der Durchführung der Videokonferenz zu nennen. Insofern zwingen uns die gegebenen äußeren Umstände, den zunächst im Haus am Dom in Frankfurt, dann virtuell geplanten Studientag am 16. Januar abzusagen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Bistumsgruppe Limburg

Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 72 (2020)

Pünktlich zum Nikolaustermin ist der neue Jahresband des Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte erschienen und an die Mitglieder verschickt worden.

Er bietet aufs Neue ein buntes Spektrum kirchengeschichtlicher Forschung; der zeitliche Rahmen reicht von der frühen Stauferzeit (Erzbischof Arnold I. von Trier) bis ins ausgehende 20. Jahrhundert (Errichtung des Bistums Erfurt). Gleich zwei Beiträge befassen sich mit dem Wirken des Apostolischen Nuntius Eugenio Pacelli, des späteren Papstes Pius XII. Menschlich tief berührend ist die Analyse von Feldpostbriefen aus dem Ersten Weltkrieg, die sich im Archiv des Mainzer Priesterseminars erhalten haben. Auch wenig bekannte Kontroversen wie die Zölibatsproblematik im Nassau des 19. Jahrhunderts werden in den Blick gerückt. Vier Vorträge der 71. Jahrestagung der Gesellschaft, die 2019 in Trier stattfand und die „Zeitenwende 1919“ thematisierte, werden im Druck vorgelegt 

Inhaltsverzeichnis


Schriftliche Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2020

Die in der Regel mit der Jahrestagung verbundene jährliche Mitgliederversammlung wurde in diesem Jahr im Umlaufverfahren organisiert, wie es der Gesetzgeber im Rahmen des „Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohneigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie“ vom 27. März 2020 ermöglicht hat. Mit diesem Verfahren konnten anstehende Entscheidungen getroffen und jedem Mitglied die Beteiligung ermöglicht werden.
Am 7. September wurden die Einladungen dazu an die Mitglieder versandt, damit gegebenenfalls Anträge eingereicht werden konnten. Anfang Oktober erhielt jedes Mitglied die Berichte des Präsidenten, der Geschäftsführerin, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer sowie der Kommissionen, die Aufschluss über die zurückliegende Zeit und die Planungen für das kommende Jahr geben.
Gleichzeitig wurden die Mitglieder gebeten, über die anstehende Wahl der drei Trierer Verwaltungsratsmitglieder sowie die Entlastung des Vorstands abzustimmen. Für eine gültige Beschlussfassung war es nötig, dass sich mindestens die Hälfte der zurzeit 409 Mitglieder beteiligt.
Bis zum 30. Oktober wurden 215 Voten an die Geschäftsstelle gesandt. Mit sehr großer Mehrheit wurden Dr. Michaela Collinet, Prof. Dr. Michael Embach und Prof. Dr. Winfried Weber erneut in den Verwaltungsrat gewählt sowie der Vorstand entlastet.
Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihr großes Interesse und die rege Beteiligung.



Neuerscheinung zur Benediktinerabtei St. Jakob bei Mainz

Pfarrer Dr. Mathias Miedreich überreicht seine Doktorarbeit an Bischof Peter Kohlgraf

Dr. Mathias Miedreich, Pfarrer in Nidda-Liebfrauen, hat dem Mainzer Bischof Peter Kohlgraf seine vor kurzem erschienene Doktorarbeit über die Benediktinerabtei St. Jakob bei Mainz überreicht. Der Band „Die Benediktinerabtei St. Jakob bei Mainz“ ist gerade im Aschendorff-Verlag in Münster veröffentlicht worden. Die Studie ist die überarbeitete und ergänzte Fassung der unter dem gleichnamigen Titel im Sommersemester 2016 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz angenommenen Dissertation. Doktorvater war Professor Dr. Johannes Meier, der das Interesse an der Ordensgeschichte stets gefördert hat.

Begleitet wurde Miedreich bei dem Termin am Dienstag, 11. August, im Bischöflichen Ordinariat Mainz von Gabriela Hart, der Geschäftsführerin der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte, da Miedreichs Arbeit als Band 143 der Reihe „Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte“ erschienen ist.

Bischof Kohlgraf gratulierte Pfarrer Miedreich zur Promotion und dankte ihm und Gabriela Hart für ihr Engagement um die Regional- und Ordensgeschichte im Bistum Mainz. Miedreich zeichnet in seinem Buch das Leben der Benediktinerabtei im Barockzeitalter auf dem Mainzer Jakobsberg nach. Das Kloster auf der heutigen Zitadelle bestand rund 750 Jahre bis zu seiner Auflösung im Jahr 1802.

Hinweis: Mathias Miedreich, Die Benediktinerabtei St. Jakob bei Mainz. Ein Kloster der Bursfelder Kongregation zwischen Westfälischem Frieden und Siebenjährigem Krieg (1648–1756). (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte 143). Münster 2020, Aschendorff Verlag. 606 Seiten, 79,00 Euro. ISBN 978-3-402-15950-7.

tob (MBN)


Neuer Band in der Reihe Quellen und Abhandlungen erschienen:

Mathias Miedreich
Die Benediktinerabtei Sankt Jakob bei Mainz
Ein Kloster der Bursfelder Kongregation zwischen Westfälischem Frieden und Siebenjährigem Krieg.
gebunden, 606 Seiten.

Rund 750 Jahre thronte das Mainzer Jakobskloster auf einer Anhöhe vor den Toren der alten Bischofsstadt. Zunächst weitgehend frei auf dem „Schönen Berg“ liegend, wurde die 1050 von Erzbischof Bardo initiierte und 1051 von seinem Nachfolger Liudolf gegründete Benediktinerabtei besonders in der Barockzeit zunehmend von Verteidigungsanlagen umbaut. Die Benediktiner lebten seit dem 17. Jahrhundert innerhalb der so entstandenen Zitadelle und passten ihr mönchisches Leben behutsam den neuen Herausforderungen an. Dies bescherte dem Kloster auf dem Mainzer Jakobsberg nach einer Phase des Niedergangs im Dreißigjährigen Krieg nach 1650 allmählich eine neue Blüte, die sich erst nach der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Aufklärungszeit abschwächte. Der Autor beleuchtet in seiner Studie umfassend und anschaulich das Leben der Benediktiner von St. Jakob im Barockzeitalter und gibt zugleich einen Überblick über die Gesamtgeschichte der Abtei bis zu ihrer Auflösung durch Napoleon im Jahr 1802. Er schildert die Beziehungen der Jakobsberger Klostergemeinschaft zur Stadt Mainz und ihren Bürgern, zum Umland und den klösterlichen Außenstellen sowie zum Mainzer Kurstaat und Erzbistum mit dem Kurfürsten an der Spitze. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Engagement des Klosters und seiner Äbte für den Bursfelder Klosterverband, dem es seit dessen Frühphase im Spätmittelalter angehörte und auf dem innerklösterlichen Mönchsleben mit seiner Geistigkeit und seinen Krisen. Das Register und ein Katalog von Kurzbiographien der Mönche zwischen 1648 und 1756 machen das Werk darüber hinaus zu einer Fundgrube für die Ordens- und Regionalgeschichte.

 

Leider abgesagt!

Brief des Präsidenten an die Mitglieder der GmrhKG zur Absage der Jahrestagung 16. bis 19. April 2020

 

EINLADUNG

zur 72. Jahrestagung der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte vom 16. bis 18. April 2020 im Wilhelm-Kempf-Haus, Wiesbaden-Naurod und Frankfurt

800 Jahre Kirche Sankt Leonhard
Ein Wahrzeichen Frankfurts im Wandel der Zeit

PROGRAMM


Der neue Band Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 71 (2019) ist erschienen und wird zur Zeit an die Mitglieder versandt.

Im neuen farbenfrohen Design ist er erstmals beim Aschendorff Verlag verlegt worden und zukünftig auch als E-Book zu beziehen.

Inhaltsverzeichnis


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